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Erfahrungsbericht mit dem Viatom Checkme Pro

Erfahrungen mit dem Viatom Checkme Pro

von Peter Wellman, 6.02.2020

Viele Geräte am Markt ermöglichen mit integrierten Elektroden lediglich kurze, mit Signalrauschen durchsetzte EKG-Aufzeichnungen. Komplexere Auswertungen der internen Gerätesoftware sind -soweit überhaupt möglich- fragwürdig und kaum nutzbar. Störungsfreie hoch aufgelöste, für den Arzt voll nutzbare Kurven erhält man ausschließlich unter Verwendung von Klebeelektroden am Körper, oft ist es zudem unabdingbar ein Langzeit-EKG (Holter) zu schreiben. Diese Grundvoraussetzungen erfüllen nur wenige Geräte, unter ihnen das Checkme Pro. Das Checkme Pro macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Klein und leicht, mit einem gestochen scharfen, Strom sparenden s/w-Display reicht eine Ladung des integrierten Lithium-Akkus viele Wochen. Neben den üblichen integrierten Elektroden gibt es Kabelelektroden zur rauschfreien EKG-Aufzeichnung bis zu 24 Stunden. Alle Daten können über APP verwaltet, mittels PC-Software am großen Bildschirm analysiert, zu Mail versendbaren PDF-Reports aufbereitet und unbegrenzt gespeichert werden. Es ist durchaus sinnvoll sich anhand des Internets mit den Grundzügen der EKG-Auswertung vertraut zu machen, um einige Ergebnisse selbst zu bewerten. Besteht ein EKG ausschließlich aus sauberer P-Welle, QRS-Komplex und folgender T-Welle in der "üblichen" Form mit (fast) konstanten RR-Intervallen, so gibt der Laie Entwarnung. Zeigt sich aber eine Extrasystole (siehe Abb. 1), ist es bereits sinnvoll einen Fachmann zu befragen. Generell gilt: Alle Interpretationen müssen zwingend von einem erfahrenen Kardiologen überprüft und vervollständigt werden. Aus diesem Grund zeugt es von Seriosität, dass Checkme Pro weitgehend auf fragwürdige Auswertungs-Software verzichtet, und alle Schlussfolgerungen dem Fachmann überlässt. 


Tagescheck: Diese Funktion erzeugt mit den eingebauten EKG-Elektroden und dem eingebauten O2-Sensor zur Messung der Sauerstoffsättigung eine kurze Aufzeichnung. Extrem wichtig: Das Gerät muss dabei korrekt angefasst und beim Check absolut ruhig gehalten werden. Auffällige Ereignisse wie eine Extrasystole erkennt man problemlos, subtilere Ergebnisse gibt es jedoch nur, wenn man die Kabelelektroden und den mitgelieferten O2-Fingersensor verwendet. Die leicht deltaförmige Flanke im QRS-Komplex (Hinweis auf ein WPW-Syndrom) erkennt auch der Fachmann erst bei guter Auflösung (siehe Abb. 2). Auch dieses Beispiel zeigt die zwingende Notwendigkeit der ärztlichen Begutachtung. 

Hat man zuvor eine Patientenakte angelegt und einmalig für jeden Patienten individuell die Blutdruckmessung kalibriert, erhält man (gut durchblutete Finger vorausgesetzt) zusätzlich den systolischen Blutdruck mit guter Genauigkeit angezeigt. Wer auch noch die Körpertemperatur wünscht, kann diese mit dem eingebauten Infrarotthermometer ebenfalls messen. Das funktioniert gut, wenn man den goldenen Infrarotsensor kurz in den geöffneten Mund schauen lässt, die niedrigeren Werte an Stirn und Schläfe gemessen sind weniger genau.


Langzeit-EKG: Die wichtigste Funktion! Man wählt die Aufzeichnung mit Kanal II, die Elektroden sind dabei direkt unter dem rechten Schlüsselbein (rot) und ca. 10-20cm unter der linken Brust (grün) angeklebt. Spezielle Elektroden hierfür sind AMBU Blue Sensor VL-00-S/25. Haut sauber und trocken, Elektroden gleichmäßig aber gewaltfrei andrücken, für einige Stunden ohne viel Bewegung reicht auch ein lockeres Ansetzen. Zum Beispiel am Start einer Bergwanderung schaltet man die Aufzeichnung ein, und steckt das Gerät mit zwangsfrei unter der Kleidung verlegten Kabeln gut gepolstert in eine Hosentasche. Man bewegt sich möglichst ruckfrei, um Bewegungsartefakte im EKG zu reduzieren. Ein ganz sauberes EKG ergibt sich in kleinen Ruhepausen, die man z.B. alle 20 Minuten einlegt. Auf diese Weise konnte ich potentiell lebensgefährliche VT dokumentieren (siehe Abb. 3), die sich zuvor allen unangenehmen und aufwändigen klinischen Untersuchungen entzogen hatten. Die Klinik bestätigte mir, dass ein implantierter Eventrecorder das auch nicht besser gemacht hätten.


Schlafmonitor und Mehr: Befestigt man den Fingersensor am Finger, und das Gerät am Arm, so kann man mit der Funktion "Schlafmonitor" Pulsrate und Sauerstoffsättigung über die ganze Nacht aufzeichnen, und sein Schlafverhalten kontrollieren. Auch ein gegebenenfalls gefährlicher Atemstillstand (Schlafapnoe) wird erkannt. Das Ergebnis der Messungen kann auf dem extrem scharf abbildenden Display des Checkme Pro dargestellt werden. Ruft man bei angeschlossenen Sensoren (O2 und EKG) die Funktion "Mini-Monitor" auf, so verwandelt sich das Display in einen kleinen Patientenmonitor, der über Bluetooth auch auf ein Tablet oder Smartphone gespiegelt werden kann. Wer auch den diastolischen (unteren) Blutdruckwerte in Checkme Pro dokumentieren möchte, kann als Zubehör eine Oberarm Manschette erwerben, die die Messwerte über Bluetooth in das Checkme speichert. Ein integriertes Pedometer zur Bestimmung von Wegstrecke und Laufgeschwindigkeit steht ebenfalls zur Verfügung.

 

Software: Per Bluetooth können Checkme-Daten auf Android oder iOS-Geräten angeschaut und gespeichert werden. Wir haben die App "MyBeats Hub" V3.5.10 auf Android 5.0.2 zur Datenauswertung ausprobiert, und "Checkme Monitor" V1.3.0 auf Android 4.4.4 zur Darstellung eines Patientenmonitors. Beide Apps liefen einwandfrei. Für Zusammenstellung von Reports und eingehender Begutachtung der EKG-Daten favorisieren wir wegen des dazu sinnvollen riesigen PC-Bildschirms die PC-Software "Checkme-Browser" V2.0.0, die bei uns unter Windows 7 Professional störungsfrei arbeitete, und unter anderem die der Klinik  gemailten Reports produzierte. Die Auswertung eines Langzeit-EKG ist nur über den PC möglich. Leider ist der Speicherort der  Checkme-Daten in V2.0.0  noch nicht frei wählbar, die Datenbank befindet sich bei Windows 7 im Ordner "CheckmeBrowser", der wegen eines  versteckten Ordners im Pfad nicht ganz einfach zu finden ist. Wir haben im Ordner "Benutzer" mit der Windows Suchfunktion nach db_checkme.db gesucht, diese Datei befindet sich im Ordner "CheckmeBrowser", zu dem wir uns dann einen Link auf dem Desktop angelegt haben. Zum Sichern der Daten kopiert man einfach den ganzen Ordner an eine andere Stelle (z.B. einen USB-Stick). Dieser Schönheitsfehler wird hoffentlich bald von Viatom behoben.


Wartung: Zum Schutz steckt man das Gerät in die mitgelieferte matt durchscheinende Gummihülle. Wichtig ist der Hinweis das Gerät niemals längere Zeit voll geladen zu Lagern, das mögen Lithium Akkus (wie auch Tiefentladung) gar nicht. Also erst bei Bedarf nachladen, und vor der Lagerung gegebenenfalls teilweise entladen (notfalls zwei Stunden Langzeit-EKG schreiben). Niemals das Gerät tagelang am Ladergerät lassen, und keine USB-Schnellladegeräte verwenden. USB-Steckverbindungen sind nicht für die Ewigkeit gedacht, und daher sorgsam zu behandeln. Falls die Qualität der Aufzeichnung reicht, also bitte die integrierten Sensoren nutzen um unnötige Steckoperationen zu vermeiden. Die eingebaute Uhr sollte man vor Langzeitmessungen mit seiner Armbanduhr synchronisieren, um aussagekräftige Zeitmarken zu ermöglichen.


Fazit: Wer brauchbare Ergebnisse zur Kontrolle seiner Gesundheit wünscht, kann Billig-EKG und Pulsuhr vergessen. Neben guter Funktion ist ein CE-Zertifikat genauso wichtig wie legaler Import (MwSt., Zoll), deutsche Anleitung, deutsche Menüs und voller Kundenservice mit Garantie vor Ort. Angesichts seiner Zulassung als Medizinprodukt mit hervorragenden Möglichkeiten beim EKG und den vielen anderen Funktionen kann Checkme Pro durchaus Probleme aufdecken, die bei der ärztlichen Untersuchung auch mal durch die Maschen schlüpfen. Ergänzt durch kostenlose APP und empfehlenswerte PC-Software ist das Gerät nicht zuletzt wegen seiner ausgezeichneten Langzeit-EKG Funktion kein Spielzeug, sondern ein ernsthaft nutzbares Diagnoseprodukt. Auch wenn sich das im Preis spiegelt, ist Checkme Pro eine klare Kaufempfehlung, und jeden Cent des Kaufpreises wert.

08 Februar, 2020

Der plötzliche Herztod

Was steckt dahinter und wie kann geholfen werden?

Chaotische Herzschläge
Allein in Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen aufgrund eines plötzlichen Herztods. Zumeist tritt der Tod in Folge eines Herzstillstands ein, hervorgerufen durch anhaltendes Kammerflimmern oder Herzrasen. Das Herz schlägt chaotisch und kann das Blut nicht mehr effizient im Körper verteilen. Kann der normale Herzrhythmus nicht innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt werden, tritt der Tod ein.

Unkalkulierbares Risiko
Ein plötzlicher Herztod kann im Grunde jederzeit auftreten und jeden treffen, er tritt unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf und kann auch bei jungen, scheinbar gesunden Menschen vorkommen. Immer wieder werden auch Fälle von Profi-Sportlern publik, die einem plötzlichen Herztod erlegen sind.

Schnelle Hilfe nötig
Häufig treten die unmittelbaren Folgen eines Herzstillstands sehr viel schneller ein, als der Rettungsdienst vor Ort sein kann, selbst in Ballungsgebieten und Arztpraxen. Mit jeder Minute ohne Hilfe verringern sich die Chancen einer Wiederbelebung um bis zu 10 Prozent. Der einzige erfolgreiche Weg akute und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern zu stoppen, sind Defibrillatoren. Die Geräte arbeiten mit gezielten Elektroschocks und überbrücken als Sofortmaßnahme die entscheidenden Minuten bis zum Einsatz der Rettungskräfte.

Intelligente Lebensretter
Der Einsatz so genannter automatisierter externer Defibrillatoren (AED) wird auch von der Bundesärztekammer empfohlen. Die Bedienung dieser AEDs ist weitgehend automatisiert. Die intelligenten Geräte sind leicht handhabbar und auch ohne Vorwissen von Laien zu bedienen. Sie verfügen über ausführliche Sprachanweisungen, die es auch dem medizinisch Ungeschulten ermöglichen, Leben zu retten.

Übrigens…
Viele Menschen haben Angst davor, in einer Notsituation Erste Hilfe zu leisten, da sie rechtliche Konsequenzen fürchten. Diese Angst ist allerdings völlig unbegründet: Jeder, der mit der Absicht zu helfen eingreift, muss grundsätzlich mit keinen späteren Folgen für sich rechnen. Es gilt also: Nur wer gar nicht handelt, handelt falsch.

28 März, 2018

Richtig Blutdruck messen

7 Tipps zur richtigen Blutdruckmessung

Um den Blutdruck richtig zu messen und verlässliche Werte zu bekommen, sollte man einige wichtige Punkte berücksichtigen:

  •     Lesen Sie genau die Bedienungsanleitung Ihres Blutdruck-Messgerätes
  •     Messen Sie erst nach fünf Minuten Ruhe.
  •     Messen Sie an beiden Armen und nehmen Sie dann den Arm mit dem höheren Blutdruck.
  •     Die Manschette muss passen.
  •     Der Messpunkt am Arm sollte sich in Herzhöhe befinden.
  •     Selbst gemessene Blutdruckwerte sollten nicht höher als 135 / 85 mm Hg liegen.
  •     Schreiben Sie Ihre Blutdruckwerte auf und vergleichen Sie diese regelmäßig.

18 Februar, 2018

Jeder vierter Teenager sucht im Netz nach Drogen

Studie zum Internetverhalten von Kindern

Betäubungsmittel liegen vor Computerspielen, besonders bei deutschen Kids. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung von Kaspersky Lab, die sich mit der Internetnutzung von Kindern beschäftigt. Warum haben sich die Top-Web-Inhalte beim Nachwuchs so stark verändert?

​... mehr unter Link-Focus

07 Juli, 2017

Wissen: "Falsch-Positiv" Alkoholwerte bei Alkoholtestern

Alkoholtester können auch "anschlagen", d.h. Werte im Display anzeigen wenn der Proband keinen Alkohol getrunken hat.

Das kann z.B. sein bei:

- Diabetikern mit Aceton vorkommen (Azeton ist ein Stoffwechselprodukt, das zum
   Beispiel bei Insulinmangel entsteht)
- bei Lösungsmittel in der Umgebungsluft
- bei vorher eingenommenen Medikamente des Testkandidaten
- bei einer mehrmaligen Verwendung des Alkoholtester-Mundstückes sein.
  Bitte verwenden Sie pro Messung immer ein neues Mundstück

31 März, 2017

Alkohol- und Drogentestgerät am Arbeitsplatz: Wann ist es erlaubt?

Ein grundsätzliches Alkoholverbot am Arbeitsplatz gibt es im deutschen Recht nicht: Wer seine Arbeit danach sicher ausführen kann und den Betrieb oder sich selbst nicht gefährdet, darf sich durchaus ein Bier zum Mittagessen genehmigen. Doch was tun, wenn der Verdacht besteht, dass jemand durch Alkohol- oder Drogenkonsum sich selbst, andere Mitarbeiter oder gar Kunden gefährdet?  ..... mehr unter www.jura-weblog.de

Arbeitsrecht: Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen sollten!

Betriebsrat spricht bei Betriebsänderungen mit
 

Arbeitnehmer empfinden eine Betriebsänderung in ihrem Unternehmen in der Regel als empfindlichen Einschnitt in ihrem beruflichen Alltag. Oft sind es die fehlenden Informationen, die Unsicherheit bei der Belegschaft hervorrufen. Richtet ein Arbeitgeber eine Firma gezielt neu aus oder schränkt er die unternehmerische Tätigkeit stark ein, muss er jedoch die Interessen seiner Mitarbeiter angemessen berücksichtigen.

Betriebsrat redet mit

So muss bei Änderungen der unternehmerischen Tätigkeit einer Firma der Betriebsrat mitreden dürfen. Darauf weist das Arbeitsrechtsportal hin. In Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern kommen die Arbeitgeber um Absprachen mit den Arbeitnehmervertretern nicht herum. Mitglieder des Betriebsrats müssen dann in wichtige Beratungen einbezogen werden und können sogar Forderungen stellen. Beratungen im Beisein von Betriebsräten sollten ergebnisoffen geführt werden. Gespräche zum Schein oder pro forma verstoßen gegen das geltende Arbeitsrecht.

Sozialplan kann Ziel sein

Mit einem funktionierenden Betriebsrat sind Beschäftigte immer im Vorteil, wenn ihr Unternehmen von Betriebsänderungen betroffen ist. Sie stehen viel besser da als Mitarbeiter von Firmen, in denen es eine solche Arbeitnehmervertretung nicht gibt. Geplante Änderungen in der unternehmerischen Ausrichtung eines Unternehmens kann zwar selbst der beste Betriebsrat nicht verhindern. Er kann aber im Verlauf von Gesprächen für die Interessen der Mitarbeiter einstehen und das für die Umstände beste für sie herausholen. Arbeitgeber müssen die Sorgen von Mitarbeitern ernst nehmen, denen die Entlassung droht. Ein Sozialplan, den Arbeitgeber und Vertreter von Arbeitnehmern gemeinsam erarbeiten, kann eine gute Hilfe sein. Er regelt nicht nur Abfindungen und deren Höhe. Auch Maßnahmen zur Umschulung können in einem solchen Plan festgehalten werden.


.... weitere Infos gibt es im Arbeitsrechtsportal.

02 September, 2016

Drogen- und Alkoholtest bei Piloten

Bundestag beschließt schärfere Kontrollen

Als Reaktion auf die Germanwings-Katastrophe vor gut einem Jahr, beschloss der Bundestags in einem neuen Gesetz strengere Drogen- und Alkoholkontrollen bei Piloten. Nach diesem neuen Gesetz sollen Fluggesellschaften untersuchen, ob ein Pilot bei Dienstantritt unter dem Einfluss von "Medikamenten, Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen" steht, wenn ein entsprechender Verdacht besteht.

Quelle:  ntv

Laufe oder sterbe!

....klingt brutal - ist aber so!

Eine repränstative Studie zeigt, dass das Sterberisiko um 35% reduziert wird, wenn man sich im Alter von 50+ regelmäßig bewegt. Bei der Herzinfakt-Risikogruppe sind es sogar 45%! 20% weniger Burstkrebserkrankungen, 20% geringeres Herzinfakt-Risiko, 50% weniger Diabetis II-Erkrankungen verzeichnet man bei regelmäßigen Sport. Dagegen stehen in Deutschland 60% Übergewichtige und Fettsüchtige, 25 Millionen Bluthochdruckpatienten und 8 Millionen Zuckerkranke. 75% der Krankheiten werden vom indivuellen Lebensstil verursacht!

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09 Januar, 2016

Bayern geht schärfer gegen Alkohol am Steuer vor!

Wer mit weniger als 1,6 Promille am Steuer erwischt wird, kommt in den meisten Bundesländern um die  medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) herum. In Bayern dürfte das jetzt vorbei sein.

Fast jeder, der dort seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verliert, muss in Zukunft zum sogenannten Idiotentest - egal, wie viel Alkohol er im Blut hatte. Das geht aus einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) hervor, über das die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hat.

MPU unabhängig von dem gemessenen Promillewert

Darin heißt es: "Nach strafgerichtlicher Entziehung der Fahrerlaubnis (...), die auf einer Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss beruht, ist im Wiedererteilungsverfahren unabhängig von der bei der Verkehrsteilnahme vorgelegenen Blutalkoholkonzentration die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens anzuordnen." Das gelte auch, wenn der Fahrer weniger als 1,6 Promille im Blut habe und zum ersten Mal erwischt werde.

Das bayerische Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der VGH hat die Revision zugelassen (Aktenzeichen: 11 BV 14.2738).

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19 Dezember, 2015
MPU

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